Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Über Quartiersmanagement und zeitgemäße EDV-Nutzung

Sonntag, 29. August 2010

Ein Quartiersmanagementgebiet (kurz QM) ist eine städtische Nachbarschaft mit sozialem Entwicklungsbedarf. Ein Büro für QM wird beauftragt bestehende Kräfte zu vernetzen, Projektgelder werden eingesetzt um sinnvolle Projekte durchzuführen. In Berlin-Mitte macht eine Bürgerjury hier Projektvorschläge und bewertet Projektideen. Die endgültige Entscheidung über die Realisierung von Projekten trifft am Ende das zuständige Fachamt (Jugendamt, Wirtschaftsamt, Kulturamt, etc. je nach Projektidee) der Bezirksverwaltung. In so einer städtischen Nachbarschaft mit beispielsweise 20.000 Einwohnern sind naturgemäß zahlreiche soziale und kulturelle Einrichtungen tätig: türkische, arabische und durchaus auch deutsche Kulturvereine, verschiedene Einrichtungen der Jugendhilfe, verschiedene Selbsthilfeorganisationen, Beratungsstellen, Moscheen u. v. m. Auch Kindergärten, Schulen und unterschiedliche Kirchengemeinden sind vor Ort und gehören zur sozial-kulturellen Nachbarschaft. Alle diese Einrichtungen benutzen E-Mail zur Zielgruppenansprache. Alle diese Einrichtungen benutzen Flyer für Werbe- und Informationszwecke. Keine solcher Einrichtungen verfügt über einen professionellen Werbetexter, einen professionellen Grafiker und professionelle Kenntnisse zur Entwicklung einer sicheren und effizienten Kommunikationsstrategie für das Internet.

In der Praxis wird rückständige Technik mit routiniertem Halbwissen bedient, zum Leidwesen eines (in der Regel) ehrenamtlichen EDV-Administrators. (weiterlesen…)

Die Power von TextVERARBEITUNG erschließen

Sonntag, 18. April 2010

Es handelt sich um ein neues Kursangebot, das bei einer Berliner Senatsverwaltung in wenigen Tagen mehrfach ausgebucht war. Offenbar trifft das Konzept die Bedürfnisse erfahrener Büroarbeiter:

Viele Anwender, die seit Jahren Briefe, Protokolle, Berichte und andere Dokumente mit Microsoft Word erstellen und bearbeiten, möchten gerne souveräner mit dem Programm umgehen. Wie kann man störende „Hilfen“ ausschalten und welche bisher ungenutzten Symbolleisten und Befehle sind für die eigene Arbeit vielleicht nützlich?

Der Kurs beinhaltet an einem Tag die folgenden Themen: (weiterlesen…)

Ich, Wir und Die Anderen. Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potenzialen II

Mittwoch, 12. August 2009

Das Buch ist aus einer wissenschaftlichen Konferenz in Karlsruhe in 2007 entstanden. In der Einführung wird der Titel wie folgt aufgelöst: „Das soziale am Web 2.0 ergibt sich durch die Beteiligung des Einzelnen (Ich) , das Entstehen von Gruppen (Wir) und die Wechselwirkung dieser Teilnahme mit dem ‚klassischen’ Journalismus, sowie der Ökonomie (Die Anderen).“

Wer gerne mal darüber reflektiert, was das Internet eigentlich ist und was es mit uns macht, wird das Buch lieben. Hier ist die Rede von „… größte Bewegung seit der Aufklärung, an der mehr Leute als je zuvor teilnehmen, Leute, die vormals zur Inkompetenz und Bedeutungslosigkeit verurteilt waren und nun als Masse von unterdrückten Mitgliedern versuchen, am politischen Leben teilzunehmen, was nichts anderes heißt, als die Kompetenz zu teilen beziehungsweise an Kompetenz teilzuhaben“.

Ich lese mit Interesse, dass das Internet keine reine Informationsquelle (mehr) ist, sondern zugleich ein „interaktiver Unterhaltungs- und Kommunikationsraum“ und ich freue mich, dass Jugendliche diesem Raum gegenüber dem Fernseher offenbar bevorzugen.

Sozialwissenschaftler reflektieren wirklich klug und in flüssiger Schreibe (sicherlich durch Training mit einem Weblog) was das eigentlich soll, wenn Leute ihr Frühstücksei fotografieren und das Foto in ihrem öffentlichen Tagebuch präsentieren. (weiterlesen…)

Fundstück

Dienstag, 11. August 2009

“Eine Zeitlang herrschte die Meinung vor, dass wir nun im Informationszeitalter leben und es herauszufinden gelte, wie man der einströmenden Informationsmassen Herr werden könne. Es zeigte sich, dass besipielsweise ‘Datenverarbeitung’ auf eine völlig falsche Fährte führt. Computer verarbeiten keine Daten, sie erzeugen welche. Mit Informationen ist es wie mit Uhren – wer eine Uhr hat, weiß immer, wie spät es ist; wer viele Uhren hat, ist sich nie sicher. Eine Schlüsselfrage lautet also: Wie schütze ich mich vor Informationen? Nachdem wir nun einigermaßen gelernt haben, das moderne Rauschen mit News-Aggregatoren und souveräner Ignoranz in den Griff zu kriegen, stellt sich heraus: Wir leben gar nicht im Informationszeitalter. Es ist das Kommunikationszeitalter. Menschen interessieren sich nicht für daten. Menschen interessieren sich für Menschen.” Peter Glaser in “Ich, Wir und Die Anderen. Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potenzialen II”, Heise Verlag 2009

Buchrezension: Google Apps. The Missing Manual

Sonntag, 15. März 2009


Der Suchmaschinenanbieter Google stößt schon seine mehreren Jahren auch in ganz andere Softwarenanwendungen vor: Neben E-Mail und Chat (Googlemail, Google Talk) stehen uns ein kostenloser Kalender (Google Calendar), Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen (alles zusammen Google Docs) und ein Websiteprogramm zur Verfügung (bisher Google Page Creator, zukünftig Google Sites), die gebündelt als Google Apps (Applications) ein ganzes Office-Paket ersetzen.

Das Buch zeigt detailliert die Optionen und Details der einzelnen Anwendungen – die jedem Nutzer eines Google-Kontos kostenlos zur Verfügung stehen. So ist Google Talk mehr als ein Chat-Programm, sondern ein Instant Messenger, der auch Internet-Telefonie beinhaltet. Kollegen, Geschäftspartner, etc. können mit Google Docs problemlos per E-Mail zur Überarbeitung von Dokumenten eingeladen werden. Teammitglieder, die (noch) kein eigenes Google-Konto haben können nur lesen. Bis zu 100 Anwender können GLEICHZEITIG an einer Tabelle (Tabellenkalkulation) arbeiten.

Auch an Anwender, die gelegentlich ohne Internetanbindung arbeiten wollen (oder müssen) wurde gedacht => Google GEARS lokal installieren und Sie können Ihre Google Docs lokal bearbeiten und später mit der online-Fassung synchronisieren.

Die Einzelanwendungen stehen jedem Inhaber eines Google-Kontos kostenlos zur Verfügung.
Unter Google Apps versteht man allerdings eine Anwendung, (weiterlesen…)

Buchrezension: MindMapping mit Mindjet MindManager Pro 7

Freitag, 6. März 2009

Das Buch ist handlich und preiswert und gibt mit sehr vielen nützlichen Screenshots praktische Hinweise. Einfach in die Hand nehmen, nachklicken/ mitklicken und man kommt rein in eine schnelle erste MindMap und dann auch in die fortgeschrittenen Anwendungen.

Mir haben die kurzen knappen Texte sehr gefallen, denn ich will einfach wissen wie es geht. Der Leistungsumfang von MindManager Pro 7 ist wirklich nicht zu unterschätzen, man kann richtig viel damit machen. Der wesentliche Unterschied zur Version 6 besteht im Umstieg auf die vollkommen neue Benutzerführung entsprechend Office 2007. Office 2007: Das ist Word, Excel, PowerPoint ohne DATEI /BEARBEITEN / ANSICHT / EINFüGEN / etc. und hinter den neuen Menüs (Start / Einfügen / Format / Ansicht / Überprüfen / Extras) verbergen sich vollkommen neue Knöpfe und Optionen. Und jetzt eben auch MindManger 7, in dieser Logik.

Das Programm arbeitet wie schon die Vorgängerversion hervorragend mit den Microsoft-Produkten zusammen. Datenaustausch mit Word, Outlook, Project, etc. ist kein Problem.

Zu jedem der 11 Kapitel gibt es eine Übung.

Teil III zum Thema ANWENDUNGEN greift die Themen auf, die im betrieblichen Alltag tatsächlich gebraucht werden. Ich denke, den werde ich demnächst mal durcharbeiten ;-)

Buchrezension: MindMapping mit Mindjet MindManager Pro 7
Gudrun Rehn-Göstenmeier
336 Seiten, bhv 2007, EUR 14,95

Buchrezension: Entrümpeln mit dem inneren Schweinehund

Dienstag, 20. Januar 2009

Das Buch ist ja SOOO gründlich. 158 Seiten, recht kleine Schrift, dass man das Thema so ernst nehmen kann? Naja, immerhin richtet es sich an die Leute, die es ohne Hilfe nicht schaffen ;-)


Es geht um Dinge, die nur so tun, als wären Sie nützlich, wertvoll und schön. Es gibt gute Unterscheidungen, WAS alles Gerümpel sein kann: Massenware, Statussymbole, Geschenke, Erbstücke, Erinnerungen, (unbenutzte) Sportausrüstung, Veraltete High-Tech-Geräte, u. v. m. Haben Sie etwa auch so etwas herumstehen?

“Innerer und äußerer Krempel hält Sie in Schach, wenn Sie den Spieß nicht rechtzeitig umdrehen. Er besetzt Ihre Wohnung und Ihre Gedanken. Und Sie müssen unheimlich viel Zeit damit verbringen, den ganzen Kram immer wieder neu zu organisieren, auf- und umzuräumen, hin- und herzuschichten, abzustauben, zu putzen und zu reparieren.”

Stimmt irgendwie.

Gerümpel hält in einem unaufgeräumten emotionalen Haushalt besonders gut fest, meint der Autor. Das Buch beschäftigt sich auch mit den Emotionen, die beim Entrümpeln frei werden können.

Der Schweinehund ist träge, er hat übrigens auch Angst vor unangenehmen Gefühlen. Er ist der innere Saboteur, der das Buch durchgehend sehr nett illustriert.

Es gibt lustige Checklisten:

  • “Wohnzimmer:” Eigentlich ist der Raum nicht zu erkennen, deswegen sitzen wir lieber in der Küche”.
  • “Wo bewahren Sie Sachen auf, die Ihnen besonders wichtig sind? “Ich baue für diese Dinge eine Art Altar.”

Eine Gewinn- und Verlustliste “was habe ich davon, wenn ich entrümpele” hilft, den Nutzen vor Augen zu halten und durchzuhalten.

Lustiges, nützliches Buch.

Dr. Marco von Münchhausen: Entrümpeln mit dem inneren Schweinehund
dtv Deutscher Taschenbuch Verlag, Oktober 2008, € 9,95

Buchbesprechung: MindManager 6

Dienstag, 20. Januar 2009

Dagmar Herzog
MindManager 6
Das Handbuch für Basic 6 und Pro 6
Hanser Verlag
EUR 49,90

Das Buch hat 910 Seiten und das ist vielleicht das Problem. Ich habe den Titel mit großer Neugier zur Rezension bestellt, weil ich doch sehr gerne weiterführend über MindMapping und MindManager schreiben wollte. Und dann ist das Buch liegen geblieben, seit August 2006, immer an einem prominenten Ort, weil es mich doch interessierte – und dieses Buch liegt ganz schön im Weg – und ich habe mehrfach Anlauf genommen und es dann doch nicht gelesen und es auch als Nachschlagewerk nicht genutzt. Ob das nun an der Software oder an der Dokumentation der einzelnen Features im Fachbuch liegt, möchte ich nicht abschießend entscheiden.

Da ist vielleicht schon ein Problem mit der Zielgruppe: Anfänger und fortgeschrittene Informationsmanager werden (weiterlesen…)

Kennen Sie das Märchen vom süßen Brei? Wenn ja, können Sie den nächsten Absatz überspringen

Sonntag, 4. März 2007

Gebrüder Grimm – Der süße Brei

Es war einmal ein armes, frommes Mädchen, das lebte mit seiner Mutter allein, und sie hatten nichts mehr zu essen. Da ging das Kind hinaus in den Wald, und begegnete ihm da eine alte Frau, die wusste seinen Jammer schon und schenkte ihm ein Töpfchen, zu dem sollt es sagen: “Töpfchen, koche”, so kochte es guten, süßen Hirsebrei, und wenn es sagte: “Töpfchen, steh”, so hörte es wieder auf zu kochen. Das Mädchen brachte den Topf seiner Mutter heim, und nun waren sie ihrer Armut und ihres Hungers ledig und aßen süßen Brei, sooft sie wollten. Auf eine Zeit war das Mädchen ausgegangen, da sprach die Mutter: “Töpfchen, koche”, da kocht es, und sie isst sich satt; nun will sie, dass das Töpfchen wieder aufhören soll, aber sie weiß das Wort nicht. Also kocht es fort, und der Brei steigt über den Rand hinaus und kocht immerzu, die Küche und das ganze Haus voll und das zweite Haus und dann die Straße, als wollt’s die ganze Welt satt machen, und ist die größte Not, und kein Mensch weiß sich da zu helfen. Endlich, wie nur noch ein einziges Haus übrig ist, da kommt das Kind heim und spricht nur: “Töpfchen, steh”, da steht es und hört auf zu kochen, und wer wieder in die Stadt wollte, der musste sich durchessen.
Haben Sie nicht auch das Gefühl, dass viele Unternehmen (Mutter) unterstützt durch Softwareanbieter oder IT-Berater (Tochter) Technologien zur Unterstützung der internen Kommunikation und des Wissensmanagements einführen (Topf). Als Beispiele für solche Töpfe wären hier nur Blogs, Wikis und Podcasts zu nennen. Und ist es nicht in der Praxis so, dass Unternehmen zwar wissen, wie sie die Technologien zum Laufen bringen, dann aber mehr oder weniger die Kontrolle darüber verlieren und ihnen die Informationen (süßer Brei) sinnbildlich aus den Ohren rausquillt (s. Blog “Von Jägern und Sammlern”).

Lassen Sie mich hierzu folgendes Beispiel geben: Auf der Knowtech 2006 stellten Vertreter von Siemens den Siemens Mitarbeiter-Weblog vor. Neben durchaus unternehmensrelevanten Themen fand sich – soweit wie ich mich erinnern kann – auch ein Eintrag mit der Überschrift “Powerpoint Krankheiten”. Als hätten die Referenten es geahnt, dass ich nach weiteren skurrilen Einträgen fragen würde, kam bei der Erläuterung des Screenshots der Hinweis, dass im Sommer 2006 auch ein Weblog zur Fußball Weltmeisterschaft bestand, der erst vor kurzem geschlossen wurde. Leider blieb keine Zeit, um nach dem unternehmerischen Nutzen solcher Einträge zu fragen.

Hier gilt der Spruch aus Goethes Zauberlehrling: “Die Geister die ich rief, werd` ich nun nicht los”. Die Technologien sind da, aber es fehlt die Kontrolle, neudeutsch: Governance. Konsequenzen: Jeder Mitarbeiter wird motiviert, aufgefordert oder fühlt sich verpflichtet, sein Wissen mit anderen zu teilen, in dem er ALLES ausspeichert, was nach seiner Meinung anderen oder vielleicht auch nur ihm selber Nutzen stiftet, und sei es die Anerkennung der Kolleginnen und Kollegen. Ich sehe die Einträge unter der Rubrik “Powerpoint Krankheiten” direkt vor meinem geistigen Auge.

  • Sind mehr als 20 Bulletpoints pro Folie sinnvoll?
  • Reicht ein Bild auf einer Folie aus?
  • Ab welcher Schriftgröße kann man in 5 Metern Entfernung nichts mehr erkennen?

Und damit das Prinzip der Freiwilligkeit und des Fair Play – propagierter Grundgedanke einer Community – gewahrt bleibt, greift man in das Geschehen nicht ein und lässt die Mitarbeiter gewähren. So stehen Unternehmensstatistiken und vertriebliche Best Practice Beispiele neben der Kritik am Präsentationsstil von teuren Beratern und den Ergebnissen des letzten Spieltags der Bundesliga. Schön, das es noch Unternehmen wie Siemens gibt, die ihren Mitarbeitern soviel Gutes tun.

Das die oben genannten Technologien nur dann einem Unternehmen Nutzen stiften, wenn sie zumindest in einem gewissen Umfang kontrolliert werden, steht auch nach Ansicht von Larry Sanger, Mitgründer von Wikipedia außer Zweifel. Erst vor kurzem habe ich hierzu einen Kommentar gelesen: (Quelle Spiegel Online, “Wikipedia-Gründer fordert Wikipedia heraus” vom 17. Oktober 2006). Dort findet sich folgende Passage: “Wikipedia war wiederholt wegen schwerwiegender Fehler in einzelnen Artikeln in die Schlagzeilen geraten.” Sanger will, dass sich die Citizendium-Community eine eigene Charta schafft: eine Art Leitbild, in der Ziele, Umgangsregeln und Rechte der Mitglieder geregelt werden. Aufpasser sollen die Einhaltung der Charta überwachen und im Extremfall auch Mitglieder ausschließen, die sich nicht daran halten. Artikel in Citizendium sollen wie in Wikipedia grundsätzlich von jedermann bearbeitet werden können. Allerdings will Sanger dies nur registrierten Nutzern erlauben. Diese müssten sich außerdem mit ihrem wirklichen Namen und einer gültigen E-Mail-Adresse anmelden.
Also: Gilt der Grundsatz “Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser” ?! Das Maß an Kontrolle ist der Kasus Knaxus. Zuviel und die Mitarbeiter verlieren die Lust, zu wenig und der Topf quillt über. Ein nach meinem Empfinden sinnvolles und vor allem pragmatisches Vorgehen hat ThyssenKrupp bereits 2004 auf der Knowtech vorgestellt: (Quelle: Müllhoff: Ein Konzern will wissen, was er weiß, in: Gronau / Petkoff / Schildauer: Wissensmanagement – Wandel, Wertschöpfung, Wachstum. Tagungsband, S. 45-53, 2004, München)

  • Themenspezifisches Wissen wird in Wissensshops zusammengefasst. Ein Wissensshop wird durch Etagen, Räume, Regale und Ordner strukturiert. Jeder Wissensshop wird durch einen Shop-Besitzer betreut. Er legt fest, wer auf welche Informationen Zugriff erhält bzw. Informationen einstellen darf. In den Wissensshops können Fragen gestellt, Themen diskutiert und Know-how Träger identifiziert werden.
  • Um die einzelnen Wissenshops miteinander (semantisch) zu vernetzen und inhaltliche Abhängigkeiten bzw. Zusammenhänge zu visualisieren, werden thematisch verwandte /nahestehende Wissenshops zu Straßen und Vierteln zusammengefasst.
  • Mehrere Straßen und Viertel bilden eine Wissensstadt. Jeder Wissensstadt steht ein “Bürgermeister” vor. Dieser entscheidet über die Aufnahme von neuen Wissensshops.
  • Mehrere Wissensstädte bilden ein Wissensland mit einem “Kanzler” als Eskalationsstufe bei Interessenskonflikten.
  • Die Summe der Wissensländer bildet die Wissenswelt des Unternehmens ab.
  • Resümee: Man sollte im Unternehmen immer jemanden haben, der die Zauberformel für Blogs, Wikis und Podcasts kennt:

    Töpfchen, steh!

    Oder

    In die Ecke, Besen! Besen! Seids gewesen! Denn als Geister ruft euch nur, zu seinem Zwecke, erst hervor der Alte Meister.

Was ist ein Wiki? (aus 7/2005)

Mittwoch, 31. Januar 2007

“Wiki” ist kein Ankronym für WeltweitInternationalKostenlosIrgendwas sondern tatsächlich ein Eigenname. “Wiki Wiki” heißt auf hawaianisch “schnell”.

Wikis werden in der Regel von mehreren Personen gemeinsam genutzt. Ein Wiki ist eine Website, mit speziellen Funktionen. Jeder (auch zufällige) Besucher kann über den Browser ohne HTML- oder sonstige Internetkenntnisse die Inhalte der Webseiten eines Wikis ändern. Jede Einzelseite hat einen Button EDIT (in der Regel unten links). Bei Klick wird die Seite im Editiermodus angezeigt. Der Besucher kann dann Worte löschen, Sätze einfügen, Tippfehler korrigieren, Inhalte fortschreiben, etc. Mit Klick auf SAVE kann er die Änderungen speichern. Wer eine neue Seite einfügen möchte, schreibt im Editiermodus auf eine vorhandene Seite ein sogenanntes KamelWort (in der Mitte ein Großbuchstabe), klickt auf SAVE und kann feststellen, dass neben dem KamelWort (englisch: CamelCase, wegen der Großbuchstaben, die wie Kamelbuckel hervorstehen) dann ein Fragezeichen mit einem Hyperlink liegt. Bei Klick auf diesen Hyperlink gelangt er auf seine neue leere Seite und kann diese Seite mit Inhalten füllen. Wenn der User das gemacht hat, liegt der Hyperlink auf seine neue Seite auf dem Kamelwort.

Vielleicht sollten Sie das einmal ausprobieren, damit es nicht so abstrakt ist: Gehen Sie zum Bücher-Wiki unter (weiterlesen…)