Welche Quellen nutzt eigentlich ein Infobroker? Das Internet haben wir schließlich alle. Dass man sich bei Diensten wie www.genios.de (gegen Gebühren) über Unternehmensbeteiligungen und dergleichen informieren kann, ist noch recht bekannt. www.creditreform.de gibt ggf. Auskunft über die Bonität, die ein Unternehmen hat. Bestimmte andere Daten kann man durch Abonnement geeigneter Quellen (Newsletter, Zeitschriften, etc.) und emsiges Sammeln zusammentragen (lassen).
Ist das nun alles? Nein, ist es nicht. Die weiteren Möglichkeiten ergeben sich zum Beispiel daraus,
– dass man Fachzeitschriften einscannen kann,
– diese Scans können mit einer Texterkennungs-Software ausgelesen werden und
– darauf aufbauend können diese Dokumente (automatisch) Volltext-Indiziert werden.
Das bedeutet: Wenn jemand vor mehreren Jahren in einer Fachzeitschrift erwähnt wurde (Interview, Zitat, Vortrag auf einer Veranstaltung, etc.), ist diese Information in entsprechenden (kostenpflichtigen) Datenbanken verfügbar, auch wenn die Zeitschrift eine kleine Auflage hat und/ oder nicht im Internet erscheint (zum damaligen Zeitpunkt nicht online war).
Die Volltextsuche aus Fachzeitschriften wird z. B. unter www.gbi.de angeboten.
Ein nützliches Buch zum Thema ist zum Beispiel das Recherchehandbuch Wirtschaftsinformationen, erschienen 2004 im Springer-Verlag.