Archiv für die Kategorie „Rezensionen“

Buchrezension: Google Maps. Webkarten einsetzen und erweitern

Dienstag, 31. August 2010

Geodaten sind tatsächlich eine – hochspannende – Welt für sich.
Die Einführung zum Buch gibt einen sehr guten Überblick, was man mit Karten im Netz überhaupt alles machen kann (von statischen Karten zu interaktiven), wo man eigene Geoinformationen ins Netz stellen kann (z. B. bei www.qype.com das Restaurant oder den Arzt um die Ecke bewerten oder bei www.bikemap.de die Radtour vom letzten Wochenende einzeichnen und beschreiben) und es geht um Quellen, Copyright und Werkzeuge dazu.

Erst das zweite Kapitel dreht sich um GoogleMaps: Grundlagen der Individualisierung von Karten mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, (weiterlesen…)

Ich, Wir und Die Anderen. Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potenzialen II

Mittwoch, 12. August 2009

Das Buch ist aus einer wissenschaftlichen Konferenz in Karlsruhe in 2007 entstanden. In der Einführung wird der Titel wie folgt aufgelöst: „Das soziale am Web 2.0 ergibt sich durch die Beteiligung des Einzelnen (Ich) , das Entstehen von Gruppen (Wir) und die Wechselwirkung dieser Teilnahme mit dem ‚klassischen’ Journalismus, sowie der Ökonomie (Die Anderen).“

Wer gerne mal darüber reflektiert, was das Internet eigentlich ist und was es mit uns macht, wird das Buch lieben. Hier ist die Rede von „… größte Bewegung seit der Aufklärung, an der mehr Leute als je zuvor teilnehmen, Leute, die vormals zur Inkompetenz und Bedeutungslosigkeit verurteilt waren und nun als Masse von unterdrückten Mitgliedern versuchen, am politischen Leben teilzunehmen, was nichts anderes heißt, als die Kompetenz zu teilen beziehungsweise an Kompetenz teilzuhaben“.

Ich lese mit Interesse, dass das Internet keine reine Informationsquelle (mehr) ist, sondern zugleich ein „interaktiver Unterhaltungs- und Kommunikationsraum“ und ich freue mich, dass Jugendliche diesem Raum gegenüber dem Fernseher offenbar bevorzugen.

Sozialwissenschaftler reflektieren wirklich klug und in flüssiger Schreibe (sicherlich durch Training mit einem Weblog) was das eigentlich soll, wenn Leute ihr Frühstücksei fotografieren und das Foto in ihrem öffentlichen Tagebuch präsentieren. (weiterlesen…)

Buchrezension: Google Apps. The Missing Manual

Sonntag, 15. März 2009


Der Suchmaschinenanbieter Google stößt schon seine mehreren Jahren auch in ganz andere Softwarenanwendungen vor: Neben E-Mail und Chat (Googlemail, Google Talk) stehen uns ein kostenloser Kalender (Google Calendar), Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationen (alles zusammen Google Docs) und ein Websiteprogramm zur Verfügung (bisher Google Page Creator, zukünftig Google Sites), die gebündelt als Google Apps (Applications) ein ganzes Office-Paket ersetzen.

Das Buch zeigt detailliert die Optionen und Details der einzelnen Anwendungen – die jedem Nutzer eines Google-Kontos kostenlos zur Verfügung stehen. So ist Google Talk mehr als ein Chat-Programm, sondern ein Instant Messenger, der auch Internet-Telefonie beinhaltet. Kollegen, Geschäftspartner, etc. können mit Google Docs problemlos per E-Mail zur Überarbeitung von Dokumenten eingeladen werden. Teammitglieder, die (noch) kein eigenes Google-Konto haben können nur lesen. Bis zu 100 Anwender können GLEICHZEITIG an einer Tabelle (Tabellenkalkulation) arbeiten.

Auch an Anwender, die gelegentlich ohne Internetanbindung arbeiten wollen (oder müssen) wurde gedacht => Google GEARS lokal installieren und Sie können Ihre Google Docs lokal bearbeiten und später mit der online-Fassung synchronisieren.

Die Einzelanwendungen stehen jedem Inhaber eines Google-Kontos kostenlos zur Verfügung.
Unter Google Apps versteht man allerdings eine Anwendung, (weiterlesen…)

Buchrezension: MindMapping mit Mindjet MindManager Pro 7

Freitag, 6. März 2009

Das Buch ist handlich und preiswert und gibt mit sehr vielen nützlichen Screenshots praktische Hinweise. Einfach in die Hand nehmen, nachklicken/ mitklicken und man kommt rein in eine schnelle erste MindMap und dann auch in die fortgeschrittenen Anwendungen.

Mir haben die kurzen knappen Texte sehr gefallen, denn ich will einfach wissen wie es geht. Der Leistungsumfang von MindManager Pro 7 ist wirklich nicht zu unterschätzen, man kann richtig viel damit machen. Der wesentliche Unterschied zur Version 6 besteht im Umstieg auf die vollkommen neue Benutzerführung entsprechend Office 2007. Office 2007: Das ist Word, Excel, PowerPoint ohne DATEI /BEARBEITEN / ANSICHT / EINFüGEN / etc. und hinter den neuen Menüs (Start / Einfügen / Format / Ansicht / Überprüfen / Extras) verbergen sich vollkommen neue Knöpfe und Optionen. Und jetzt eben auch MindManger 7, in dieser Logik.

Das Programm arbeitet wie schon die Vorgängerversion hervorragend mit den Microsoft-Produkten zusammen. Datenaustausch mit Word, Outlook, Project, etc. ist kein Problem.

Zu jedem der 11 Kapitel gibt es eine Übung.

Teil III zum Thema ANWENDUNGEN greift die Themen auf, die im betrieblichen Alltag tatsächlich gebraucht werden. Ich denke, den werde ich demnächst mal durcharbeiten ;-)

Buchrezension: MindMapping mit Mindjet MindManager Pro 7
Gudrun Rehn-Göstenmeier
336 Seiten, bhv 2007, EUR 14,95

Buchrezension: Web 2.0 Konzepte, Anwendungen, Technologien

Dienstag, 27. Januar 2009


Das Buch von Tom Alby zeigt sehr anschaulich die nicht-technischen Aspekte des Internet der zweiten Generation. Es geht um Nutzer, die wissen, wie man auf Webseiten navigiert (irgendwo muss ein Kontakt-Button sein und bei START kommt man zurück zur Hauptseite, jeder Browser hat einen Rückwärtspfeil, etc.). Viele Anwendungen, die wir heute ganz selbstverständlich nutzen haben zu Zeiten der New Economy keine Change gehabt, weil die Kosten für einen Internetzugang und die Bandbreite von des Internetzugangs die Mehrzahl der Anwender zu sparsamen Kurzzeitnutzern machte.

Zahlreiche Schlagworte werden plausibel im jeweiligen Kontext erklärt:

  • “unter einem viralen Effekt versteht man, wenn sich eine Information durch bestehende soziale Netzwerke verbreitet wie ein Virus”. Ach so, dann weiß ich endlich, was virales Marketing ist ;-)
  • Folksonomy ist ein Kunstwort aus Folks (engl. für Menschen, Leute) und Taxonomie. Eine Taxonomie ist eine Systematik der Begriffe, Kategorien, zum Beispiel in einem Webseiten-Verzeichnis wie dmoz.org – Fußball gehört in die Kategorie SPORT. Die Zuordnung von Inhalten in solchen Verzeichnissen ist nicht immer einfach und nachvollziehbar, so (weiterlesen…)

John Battelle, Die Suche. Geschäftsleben und Kultur im Banne von Google & Co.

Montag, 1. Januar 2007

Aus dem Buch habe ich viel gelernt und ich beginne, viele Alltäglichkeiten der Internetnutzung mit anderen Augen zu sehen. Die Titel-Gestaltung von “Die Suche” legt nahe, dass es ein Buch über Google sei. Das stimmt nur bedingt, denn das Buch handelt davon, wie eine Innovation des Unternehmens Google aus der Internetanwendung “Suche” ein Geschäftsmodell gemacht hat.

Was ich mir beim Lesen so gemerkt bzw. notiert habe:

  • Wer eine Suchmaschine betreibt, der weiß, was Nutzer suchen. “Google Zeitgeist”, die Auswertung der Suchanfragen einer bestimmten Periode, zeigt die Interessen der Nutzer. Wer diese Stichworte kennt, kann passende Angebote machen. Der Autor John Battelle schreibt hier von der “Datenbank der Absichten”. Man benutzt übrigens auch im englischen Sprachraum das deutsche Wort “Zeitgeist”. Wenn Sie sehen wollen, was in Deutschland oder ganz woanders Top Ten ist bzw. war: http://www.google.com/intl/de/press/intl-zeitgeist.html
  • Google hatte bis 2001 keinen praktikablen Plan, Gewinne zu erzielen. (weiterlesen…)

Wissensnetzwerke

Dienstag, 3. Oktober 2006

Rezension Lembke, Möller, Schneidewind (Hrsg.): Wissensnetzwerke. Grundlagen – Anwendungsfelder – Praxisberichte

Eine neue Publikation aus dem kleinen Verlag LearnAct! Der Frage folgend, ob Wissens-Themen gerade Trend sind oder tatsächlich von weitgehender Bedeutung, bekam ich hier eine spannende Antwort:

  • 80 % der Börsenkapitalisierung innovativer Unternehmen entfällt auf nichtmaterielle Werte,
  • 80 % des Bruttosozialproduktes entstehen in wissensintensiven Branchen,
  • 80 % der Beschäftigten in der Industrie sind Wissensarbeiter und
  • 80 % der Kosten innovativer Produkte entstehen durch Wissensverarbeitung.

Aber hallo, das Thema WISSEN ist offenbar nicht nur aktuell sondern wirklich wichtig.

In dem Buch kommen zahlreiche Autoren zu Wort, die Beiträge sind teilweise konzeptionell, teilweise aus der Praxis. Die Betrachtungsweise ist überwiegend abstrakt/ wissenschaftlich.

Vielseitige Infos für jeden, der sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte. So richtig festgelesen habe ich mich allerdings nicht.

Rezension Lembke, Möller, Schneidewind (Hrsg.): Wissensnetzwerke. Grundlagen – Anwendungsfelder – Praxisberichte
LernAct! Verlagsgesellschaft mbH 2006, EUR 39,90

Joscha Remus: Infonautik. Wege durch den Wissensdschungel

Samstag, 19. August 2006

Das Buch zu lesen hat mir viel Spaß gemacht. Der Autor ist unter anderem
Wissenschaftsjournalist und pflegt eine außergewöhnlich bildhafte
Sprache. Von “Methoden der Verschlankung des Wissens” die Rede, von der
“Bonsai-Tastatur so mancher Kommunikationsgeräte”, von “Info-Diät”, von
“Wissensvitaminen” und “Spurenelementen”.
Die persönlichen Bezüge sind nach Remus die “Ballaststoffe” und
“Spurenelemente”, die für die “gute Verdauung” der aufgenommenen
Informationen unerlässlich sind.

Während die technische Entwicklung ständig fortschreitet und Werkzeuge
zur Beschaffung und Verwaltung von Informationen immer weiter
verbessert werden, versäumen wir, unsere eigenen Wahrnehmungsmuster und
die eigene Aufmerksamkeit diesen Entwicklungen entsprechend zu schulen.
Diese Lücke möchte der Autor gerne füllen und er bietet eine wirklich
Fülle von Beobachtungen, Erkenntnissen und Maßnahmen.

Interviews z. B. mit namhaften Neurologen, Neurobiologen, einer
Nobelpreisträgerin für Medizin u. a. drehen sich um Themen wie
Gehirntätigkeit, Gedächtnis und Bewusstsein.

Viele gewohnte Begriffe werden neu in Frage gestellt. Ein Journalist
versteht unter einer “Recherche” keineswegs dasselbe wie der
(versierte) Benutzer einer Suchmaschine.

Wer während der Sommerpause die eigene Wissensaufnahme “entschleunigen”
möchte, findet in dem Buch eine wahre Fundgrube an Anregungen und
Material; auch langfristig als Nachschlagewerk und Schmöker sehr
geeignet.

Joscha Remus: Infonautik. Wege durch den Wissensdschungel; GABAL Verlag
2005, EUR 24,90