Buchrezension: MindMapping mit Mindjet MindManager Pro 7

6. März 2009

Das Buch ist handlich und preiswert und gibt mit sehr vielen nützlichen Screenshots praktische Hinweise. Einfach in die Hand nehmen, nachklicken/ mitklicken und man kommt rein in eine schnelle erste MindMap und dann auch in die fortgeschrittenen Anwendungen.

Mir haben die kurzen knappen Texte sehr gefallen, denn ich will einfach wissen wie es geht. Der Leistungsumfang von MindManager Pro 7 ist wirklich nicht zu unterschätzen, man kann richtig viel damit machen. Der wesentliche Unterschied zur Version 6 besteht im Umstieg auf die vollkommen neue Benutzerführung entsprechend Office 2007. Office 2007: Das ist Word, Excel, PowerPoint ohne DATEI /BEARBEITEN / ANSICHT / EINFüGEN / etc. und hinter den neuen Menüs (Start / Einfügen / Format / Ansicht / Überprüfen / Extras) verbergen sich vollkommen neue Knöpfe und Optionen. Und jetzt eben auch MindManger 7, in dieser Logik.

Das Programm arbeitet wie schon die Vorgängerversion hervorragend mit den Microsoft-Produkten zusammen. Datenaustausch mit Word, Outlook, Project, etc. ist kein Problem.

Zu jedem der 11 Kapitel gibt es eine Übung.

Teil III zum Thema ANWENDUNGEN greift die Themen auf, die im betrieblichen Alltag tatsächlich gebraucht werden. Ich denke, den werde ich demnächst mal durcharbeiten ;-)

Buchrezension: MindMapping mit Mindjet MindManager Pro 7
Gudrun Rehn-Göstenmeier
336 Seiten, bhv 2007, EUR 14,95

Buchrezension: Web 2.0 Konzepte, Anwendungen, Technologien

27. Januar 2009


Das Buch von Tom Alby zeigt sehr anschaulich die nicht-technischen Aspekte des Internet der zweiten Generation. Es geht um Nutzer, die wissen, wie man auf Webseiten navigiert (irgendwo muss ein Kontakt-Button sein und bei START kommt man zurück zur Hauptseite, jeder Browser hat einen Rückwärtspfeil, etc.). Viele Anwendungen, die wir heute ganz selbstverständlich nutzen haben zu Zeiten der New Economy keine Change gehabt, weil die Kosten für einen Internetzugang und die Bandbreite von des Internetzugangs die Mehrzahl der Anwender zu sparsamen Kurzzeitnutzern machte.

Zahlreiche Schlagworte werden plausibel im jeweiligen Kontext erklärt:

  • “unter einem viralen Effekt versteht man, wenn sich eine Information durch bestehende soziale Netzwerke verbreitet wie ein Virus”. Ach so, dann weiß ich endlich, was virales Marketing ist ;-)
  • Folksonomy ist ein Kunstwort aus Folks (engl. für Menschen, Leute) und Taxonomie. Eine Taxonomie ist eine Systematik der Begriffe, Kategorien, zum Beispiel in einem Webseiten-Verzeichnis wie dmoz.org – Fußball gehört in die Kategorie SPORT. Die Zuordnung von Inhalten in solchen Verzeichnissen ist nicht immer einfach und nachvollziehbar, so Diesen Beitrag weiterlesen »

Buchrezension: Entrümpeln mit dem inneren Schweinehund

20. Januar 2009

Das Buch ist ja SOOO gründlich. 158 Seiten, recht kleine Schrift, dass man das Thema so ernst nehmen kann? Naja, immerhin richtet es sich an die Leute, die es ohne Hilfe nicht schaffen ;-)


Es geht um Dinge, die nur so tun, als wären Sie nützlich, wertvoll und schön. Es gibt gute Unterscheidungen, WAS alles Gerümpel sein kann: Massenware, Statussymbole, Geschenke, Erbstücke, Erinnerungen, (unbenutzte) Sportausrüstung, Veraltete High-Tech-Geräte, u. v. m. Haben Sie etwa auch so etwas herumstehen?

“Innerer und äußerer Krempel hält Sie in Schach, wenn Sie den Spieß nicht rechtzeitig umdrehen. Er besetzt Ihre Wohnung und Ihre Gedanken. Und Sie müssen unheimlich viel Zeit damit verbringen, den ganzen Kram immer wieder neu zu organisieren, auf- und umzuräumen, hin- und herzuschichten, abzustauben, zu putzen und zu reparieren.”

Stimmt irgendwie.

Gerümpel hält in einem unaufgeräumten emotionalen Haushalt besonders gut fest, meint der Autor. Das Buch beschäftigt sich auch mit den Emotionen, die beim Entrümpeln frei werden können.

Der Schweinehund ist träge, er hat übrigens auch Angst vor unangenehmen Gefühlen. Er ist der innere Saboteur, der das Buch durchgehend sehr nett illustriert.

Es gibt lustige Checklisten:

  • “Wohnzimmer:” Eigentlich ist der Raum nicht zu erkennen, deswegen sitzen wir lieber in der Küche”.
  • “Wo bewahren Sie Sachen auf, die Ihnen besonders wichtig sind? “Ich baue für diese Dinge eine Art Altar.”

Eine Gewinn- und Verlustliste “was habe ich davon, wenn ich entrümpele” hilft, den Nutzen vor Augen zu halten und durchzuhalten.

Lustiges, nützliches Buch.

Dr. Marco von Münchhausen: Entrümpeln mit dem inneren Schweinehund
dtv Deutscher Taschenbuch Verlag, Oktober 2008, € 9,95

Buchbesprechung: MindManager 6

20. Januar 2009

Dagmar Herzog
MindManager 6
Das Handbuch für Basic 6 und Pro 6
Hanser Verlag
EUR 49,90

Das Buch hat 910 Seiten und das ist vielleicht das Problem. Ich habe den Titel mit großer Neugier zur Rezension bestellt, weil ich doch sehr gerne weiterführend über MindMapping und MindManager schreiben wollte. Und dann ist das Buch liegen geblieben, seit August 2006, immer an einem prominenten Ort, weil es mich doch interessierte – und dieses Buch liegt ganz schön im Weg – und ich habe mehrfach Anlauf genommen und es dann doch nicht gelesen und es auch als Nachschlagewerk nicht genutzt. Ob das nun an der Software oder an der Dokumentation der einzelnen Features im Fachbuch liegt, möchte ich nicht abschießend entscheiden.

Da ist vielleicht schon ein Problem mit der Zielgruppe: Anfänger und fortgeschrittene Informationsmanager werden Diesen Beitrag weiterlesen »

Kennen Sie das Märchen vom süßen Brei? Wenn ja, können Sie den nächsten Absatz überspringen

4. März 2007

Gebrüder Grimm – Der süße Brei

Es war einmal ein armes, frommes Mädchen, das lebte mit seiner Mutter allein, und sie hatten nichts mehr zu essen. Da ging das Kind hinaus in den Wald, und begegnete ihm da eine alte Frau, die wusste seinen Jammer schon und schenkte ihm ein Töpfchen, zu dem sollt es sagen: “Töpfchen, koche”, so kochte es guten, süßen Hirsebrei, und wenn es sagte: “Töpfchen, steh”, so hörte es wieder auf zu kochen. Das Mädchen brachte den Topf seiner Mutter heim, und nun waren sie ihrer Armut und ihres Hungers ledig und aßen süßen Brei, sooft sie wollten. Auf eine Zeit war das Mädchen ausgegangen, da sprach die Mutter: “Töpfchen, koche”, da kocht es, und sie isst sich satt; nun will sie, dass das Töpfchen wieder aufhören soll, aber sie weiß das Wort nicht. Also kocht es fort, und der Brei steigt über den Rand hinaus und kocht immerzu, die Küche und das ganze Haus voll und das zweite Haus und dann die Straße, als wollt’s die ganze Welt satt machen, und ist die größte Not, und kein Mensch weiß sich da zu helfen. Endlich, wie nur noch ein einziges Haus übrig ist, da kommt das Kind heim und spricht nur: “Töpfchen, steh”, da steht es und hört auf zu kochen, und wer wieder in die Stadt wollte, der musste sich durchessen.
Haben Sie nicht auch das Gefühl, dass viele Unternehmen (Mutter) unterstützt durch Softwareanbieter oder IT-Berater (Tochter) Technologien zur Unterstützung der internen Kommunikation und des Wissensmanagements einführen (Topf). Als Beispiele für solche Töpfe wären hier nur Blogs, Wikis und Podcasts zu nennen. Und ist es nicht in der Praxis so, dass Unternehmen zwar wissen, wie sie die Technologien zum Laufen bringen, dann aber mehr oder weniger die Kontrolle darüber verlieren und ihnen die Informationen (süßer Brei) sinnbildlich aus den Ohren rausquillt (s. Blog “Von Jägern und Sammlern”).

Lassen Sie mich hierzu folgendes Beispiel geben: Auf der Knowtech 2006 stellten Vertreter von Siemens den Siemens Mitarbeiter-Weblog vor. Neben durchaus unternehmensrelevanten Themen fand sich – soweit wie ich mich erinnern kann – auch ein Eintrag mit der Überschrift “Powerpoint Krankheiten”. Als hätten die Referenten es geahnt, dass ich nach weiteren skurrilen Einträgen fragen würde, kam bei der Erläuterung des Screenshots der Hinweis, dass im Sommer 2006 auch ein Weblog zur Fußball Weltmeisterschaft bestand, der erst vor kurzem geschlossen wurde. Leider blieb keine Zeit, um nach dem unternehmerischen Nutzen solcher Einträge zu fragen.

Hier gilt der Spruch aus Goethes Zauberlehrling: “Die Geister die ich rief, werd` ich nun nicht los”. Die Technologien sind da, aber es fehlt die Kontrolle, neudeutsch: Governance. Konsequenzen: Jeder Mitarbeiter wird motiviert, aufgefordert oder fühlt sich verpflichtet, sein Wissen mit anderen zu teilen, in dem er ALLES ausspeichert, was nach seiner Meinung anderen oder vielleicht auch nur ihm selber Nutzen stiftet, und sei es die Anerkennung der Kolleginnen und Kollegen. Ich sehe die Einträge unter der Rubrik “Powerpoint Krankheiten” direkt vor meinem geistigen Auge.

  • Sind mehr als 20 Bulletpoints pro Folie sinnvoll?
  • Reicht ein Bild auf einer Folie aus?
  • Ab welcher Schriftgröße kann man in 5 Metern Entfernung nichts mehr erkennen?

Und damit das Prinzip der Freiwilligkeit und des Fair Play – propagierter Grundgedanke einer Community – gewahrt bleibt, greift man in das Geschehen nicht ein und lässt die Mitarbeiter gewähren. So stehen Unternehmensstatistiken und vertriebliche Best Practice Beispiele neben der Kritik am Präsentationsstil von teuren Beratern und den Ergebnissen des letzten Spieltags der Bundesliga. Schön, das es noch Unternehmen wie Siemens gibt, die ihren Mitarbeitern soviel Gutes tun.

Das die oben genannten Technologien nur dann einem Unternehmen Nutzen stiften, wenn sie zumindest in einem gewissen Umfang kontrolliert werden, steht auch nach Ansicht von Larry Sanger, Mitgründer von Wikipedia außer Zweifel. Erst vor kurzem habe ich hierzu einen Kommentar gelesen: (Quelle Spiegel Online, “Wikipedia-Gründer fordert Wikipedia heraus” vom 17. Oktober 2006). Dort findet sich folgende Passage: “Wikipedia war wiederholt wegen schwerwiegender Fehler in einzelnen Artikeln in die Schlagzeilen geraten.” Sanger will, dass sich die Citizendium-Community eine eigene Charta schafft: eine Art Leitbild, in der Ziele, Umgangsregeln und Rechte der Mitglieder geregelt werden. Aufpasser sollen die Einhaltung der Charta überwachen und im Extremfall auch Mitglieder ausschließen, die sich nicht daran halten. Artikel in Citizendium sollen wie in Wikipedia grundsätzlich von jedermann bearbeitet werden können. Allerdings will Sanger dies nur registrierten Nutzern erlauben. Diese müssten sich außerdem mit ihrem wirklichen Namen und einer gültigen E-Mail-Adresse anmelden.
Also: Gilt der Grundsatz “Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser” ?! Das Maß an Kontrolle ist der Kasus Knaxus. Zuviel und die Mitarbeiter verlieren die Lust, zu wenig und der Topf quillt über. Ein nach meinem Empfinden sinnvolles und vor allem pragmatisches Vorgehen hat ThyssenKrupp bereits 2004 auf der Knowtech vorgestellt: (Quelle: Müllhoff: Ein Konzern will wissen, was er weiß, in: Gronau / Petkoff / Schildauer: Wissensmanagement – Wandel, Wertschöpfung, Wachstum. Tagungsband, S. 45-53, 2004, München)

  • Themenspezifisches Wissen wird in Wissensshops zusammengefasst. Ein Wissensshop wird durch Etagen, Räume, Regale und Ordner strukturiert. Jeder Wissensshop wird durch einen Shop-Besitzer betreut. Er legt fest, wer auf welche Informationen Zugriff erhält bzw. Informationen einstellen darf. In den Wissensshops können Fragen gestellt, Themen diskutiert und Know-how Träger identifiziert werden.
  • Um die einzelnen Wissenshops miteinander (semantisch) zu vernetzen und inhaltliche Abhängigkeiten bzw. Zusammenhänge zu visualisieren, werden thematisch verwandte /nahestehende Wissenshops zu Straßen und Vierteln zusammengefasst.
  • Mehrere Straßen und Viertel bilden eine Wissensstadt. Jeder Wissensstadt steht ein “Bürgermeister” vor. Dieser entscheidet über die Aufnahme von neuen Wissensshops.
  • Mehrere Wissensstädte bilden ein Wissensland mit einem “Kanzler” als Eskalationsstufe bei Interessenskonflikten.
  • Die Summe der Wissensländer bildet die Wissenswelt des Unternehmens ab.
  • Resümee: Man sollte im Unternehmen immer jemanden haben, der die Zauberformel für Blogs, Wikis und Podcasts kennt:

    Töpfchen, steh!

    Oder

    In die Ecke, Besen! Besen! Seids gewesen! Denn als Geister ruft euch nur, zu seinem Zwecke, erst hervor der Alte Meister.

Was ist ein Wiki? (aus 7/2005)

31. Januar 2007

“Wiki” ist kein Ankronym für WeltweitInternationalKostenlosIrgendwas sondern tatsächlich ein Eigenname. “Wiki Wiki” heißt auf hawaianisch “schnell”.

Wikis werden in der Regel von mehreren Personen gemeinsam genutzt. Ein Wiki ist eine Website, mit speziellen Funktionen. Jeder (auch zufällige) Besucher kann über den Browser ohne HTML- oder sonstige Internetkenntnisse die Inhalte der Webseiten eines Wikis ändern. Jede Einzelseite hat einen Button EDIT (in der Regel unten links). Bei Klick wird die Seite im Editiermodus angezeigt. Der Besucher kann dann Worte löschen, Sätze einfügen, Tippfehler korrigieren, Inhalte fortschreiben, etc. Mit Klick auf SAVE kann er die Änderungen speichern. Wer eine neue Seite einfügen möchte, schreibt im Editiermodus auf eine vorhandene Seite ein sogenanntes KamelWort (in der Mitte ein Großbuchstabe), klickt auf SAVE und kann feststellen, dass neben dem KamelWort (englisch: CamelCase, wegen der Großbuchstaben, die wie Kamelbuckel hervorstehen) dann ein Fragezeichen mit einem Hyperlink liegt. Bei Klick auf diesen Hyperlink gelangt er auf seine neue leere Seite und kann diese Seite mit Inhalten füllen. Wenn der User das gemacht hat, liegt der Hyperlink auf seine neue Seite auf dem Kamelwort.

Vielleicht sollten Sie das einmal ausprobieren, damit es nicht so abstrakt ist: Gehen Sie zum Bücher-Wiki unter Diesen Beitrag weiterlesen »

Was das Internet mit Hänsel und Gretel zu tun hat: Brotkrümelnavigation

1. Januar 2007

Was? Wie? Ja, dachte ich auch.

Ich las einen Artikel der Computerwoche über das neue (kommende) Betriebssystem von Microsoft, “Windows Vista: Die Revolution findet nicht statt”.
http://www.computerwoche.de/produkte_technik/software/581672
Dort heißt es unter anderem: “Beim Datei-Management orientiert sich Microsoft an Konzepten des Web. Dazu zählt eine freie Verschlagwortung ebenso wie die Breadcrumb-Navigation in Ordnern.”
Breadcrumbs sind nach meinen Englischkenntnissen Brotkrümel und die konnte ich beim besten Willen nicht mit Navigation in Verbindung bringen. Ich habe bei Wikipedia nachgesehen und siehe da
http://de.wikipedia.org/wiki/Brotkr%C3%BCmelnavigation
“Der Begriff Brotkrümelnavigation oder englisch Breadcrumb-Navigation bezeichnet Navigationselemente Diesen Beitrag weiterlesen »

John Battelle, Die Suche. Geschäftsleben und Kultur im Banne von Google & Co.

1. Januar 2007

Aus dem Buch habe ich viel gelernt und ich beginne, viele Alltäglichkeiten der Internetnutzung mit anderen Augen zu sehen. Die Titel-Gestaltung von “Die Suche” legt nahe, dass es ein Buch über Google sei. Das stimmt nur bedingt, denn das Buch handelt davon, wie eine Innovation des Unternehmens Google aus der Internetanwendung “Suche” ein Geschäftsmodell gemacht hat.

Was ich mir beim Lesen so gemerkt bzw. notiert habe:

  • Wer eine Suchmaschine betreibt, der weiß, was Nutzer suchen. “Google Zeitgeist”, die Auswertung der Suchanfragen einer bestimmten Periode, zeigt die Interessen der Nutzer. Wer diese Stichworte kennt, kann passende Angebote machen. Der Autor John Battelle schreibt hier von der “Datenbank der Absichten”. Man benutzt übrigens auch im englischen Sprachraum das deutsche Wort “Zeitgeist”. Wenn Sie sehen wollen, was in Deutschland oder ganz woanders Top Ten ist bzw. war: http://www.google.com/intl/de/press/intl-zeitgeist.html
  • Google hatte bis 2001 keinen praktikablen Plan, Gewinne zu erzielen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Wissensnetzwerke

3. Oktober 2006

Rezension Lembke, Möller, Schneidewind (Hrsg.): Wissensnetzwerke. Grundlagen – Anwendungsfelder – Praxisberichte

Eine neue Publikation aus dem kleinen Verlag LearnAct! Der Frage folgend, ob Wissens-Themen gerade Trend sind oder tatsächlich von weitgehender Bedeutung, bekam ich hier eine spannende Antwort:

  • 80 % der Börsenkapitalisierung innovativer Unternehmen entfällt auf nichtmaterielle Werte,
  • 80 % des Bruttosozialproduktes entstehen in wissensintensiven Branchen,
  • 80 % der Beschäftigten in der Industrie sind Wissensarbeiter und
  • 80 % der Kosten innovativer Produkte entstehen durch Wissensverarbeitung.

Aber hallo, das Thema WISSEN ist offenbar nicht nur aktuell sondern wirklich wichtig.

In dem Buch kommen zahlreiche Autoren zu Wort, die Beiträge sind teilweise konzeptionell, teilweise aus der Praxis. Die Betrachtungsweise ist überwiegend abstrakt/ wissenschaftlich.

Vielseitige Infos für jeden, der sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte. So richtig festgelesen habe ich mich allerdings nicht.

Rezension Lembke, Möller, Schneidewind (Hrsg.): Wissensnetzwerke. Grundlagen – Anwendungsfelder – Praxisberichte
LernAct! Verlagsgesellschaft mbH 2006, EUR 39,90

openBC. Das Buch

25. September 2006

NETZWERKEN LEICHT GEMACHT.

Wer den Open Business Club kennt und aktiv nutzt, findet in dem Buch
nicht viel Neues. www.openBC.com ist nach Selbstauskunft auf der Website
“die weltweit größte offene Business-Networking-Community im Internet”
mit 1,5 Millionen Mitgliedern weltweit. Ich bin seit Ende 2003 Mitglied.
Wenn Sie mehr Kontakte brauchen, können Sie mich ja mal anklicken ;-)

Sie sind noch nicht drin? Dann ist das Buch vielleicht etwas für Sie.
Anfänger bekommen hier nützliche Einstiegshilfen. Vor allem die Interviews mit aktiven Nutzern zeigen, welche Möglichkeiten im aktiven online-Networking liegen. Der geübte Nutzer wird von dem Buch enttäuscht sein, er hat nach und nach alle Knöpfe und Features selbst ausprobiert – Kontakte suchen, einen öffentlichen Termin anlegen, sich über Nachrichten aus einem Forum per E-Mail benachrichtigen lassen – so schwierig ist es nicht, wenn man sich die Plattform in Ruhe anguckt.

Noch ein Hinweis für Einsteiger: Die Mitgliedschaft in www.openBC.com ist grundsätzlich kostenlos, der volle Funktionsumfang der Community steht über nur Premium-Mitgliedern zur Verfügung. In dem Buch fehlt eine übersichtliche Tabelle, welche Features bei welcher Mitgliedschaft
möglich sind. Ein aus meiner Sicht wesentlicher Unterschied in der
Praxis: Nur Premium-Mitglieder können Personen, mit denen sie bisher
keinen bestätigten Kontakt haben, anschreiben. Da wird vielleicht im
Freiberufler/Projektmarkt ein Dienstleister gesucht: Premium-Mitglieder
schreiben an den Suchenden eine persönliche openBC-Nachricht,
Interessenten mit kostenloser Mitgliedschaft müssen ihr Interesse wohl
oder übel öffentlich im Forum bekannt geben. Für mich war das mal der
Grund, ganz schnell ein Premium-Mitglied zu werden (das geht auch
schnell ;-) Was geht es die Öffentlichkeit an, was ich an potentielle
Kunden schreibe. Die (öffentlichen) Bewerbungen der Kollegen lese ich
zuweilen mit Interesse.

Stephan Lamprecht: openBC. Das Buch. Netzwerken leicht gemacht.
Heise Zeitschriften Verlag 2006, EUR 14,00