Erfahrungsbericht Bürgerbeteiligung: Weiterentwicklung und Umgestaltung Leopoldplatz

„Konzeptskizzen“ und „Planungsvarianten“ sollten vorgestellt werden in den Räumen der Volkshochschule am 22. Juni. Der gesamte Leo ist ungefähr 80 Meter breit und ca. 800 Meter lang, das macht eine Fläche ungefähr so groß wie 6 Fußballfelder. Da stehen zwei Kirchen und ein Seniorenheim drauf, es gibt eine Kindertagesstätte und Spielplätze, eine Straße führt quer hindurch und die ganze Anlage soll jetzt mit Fördergeldern aus dem Programm Aktive Stadtzentren unter dem Motto „Geschichte trifft kulturelle Vielfalt“ entwickelt/ ausgebaut/ verschönert/ modernisiert werden.

Ich hatte Sorge, dass man uns mit jeder Menge schöne Bildchen beeindrucken wird, die uns Bürger vergessen lassen, was wir wirklich wollen. Das war aber nicht der Fall. Im Gegenteil: Welche Geräte der zukünftige „Spielplatz“ wohl beinhaltet und wie die zukünftige Boulebahn sich wohl vor dem Kircheneingang macht, wurde gänzlich der Imagination des Publikums überlassen. Ob die Besucher und die Leiterin der Seniorenfreizeitstätte schon wissen, dass sie eine Terrasse Richtung Spielplatz bekommen sollen (vielleicht eine gute Idee, aber der vorhandene Zaun ist durchaus auch ein Sicherheitszaun). Ob es tatsächlich für eine saubere Umwelt ausreicht, Hundekotbeutelspender aufzustellen? Die ganz konkreten Pläne des vorhandenen Cafebetriebes, auch in der Grünanlage Stühle aufzustellen, waren den Planern dagegen noch vollkommen unbekannt – vielleicht auch zu konkret. Für alle denkbaren Nutzungskonflikte soll dann in Zukunft Straßensozialarbeit zuständig sein, die aber auch einen neuen Namen bekommen hat, ich glaube „Platzmanagement“ oder so. Das soll jetzt die Planungsgrundlage gewesen sein, die bis Oktober nach und nach diskutiert und verfeinert wird? Aber sollten wir nicht mit einem KONZEPT anfangen? Ich habe das vage Gefühl, dass wir Bürger hier mit einer billigen Planung für billige Kleininvestitionen „beglückt“ werden sollen.

Statt einer moderierten Diskussion gab es am Ende lediglich offene Gespräche und der Bürger hatte Gelegenheit seine Anregungen an eine Moderationstafel anzupinnen.
Die Einladung zur Veranstaltung mit Details:

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