Archive for the ‘Social Media’ Category

Digitaler Dialog. Professioneller Kundenkontakt mit Social Media, E-Mail und Mobile

Sonntag, März 24th, 2013

Eine Recherche nach Stilfragen und Entwicklungen beim geschäftlichen Einsatz von E-Mail brachte mich auf das Buch und meine Fragen wurden mehr als beantwortet. E-Mail-Marketing ist neben Social-Media-Marketing und mobile Marketing nach wie vor hochaktuell und bei umsichtigem Einsatz auch sehr wirksam. Ich habe aber auch gleich gelernt, dass DE-Mail im Kommen ist. De-Mail ist ein Kommunikationsmittel, das auf E-Mail-Technik beruht aber nachweisbar und rechtssicher ist.

In „Digitaler Dialog“ kommen auf 440 Seiten 55 Autoren zu Wort, Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen, Praktiker aus Großkonzernen, Consultants und jeder der Beiträge ist praxisrelevant, spiegelt den aktuellen Stand der Entwicklungen und bietet weiterführende Literaturangaben und Links zum Thema. Mehrere Artikel haben mich motiviert, gleich an anderer Stelle noch mal weiterzulesen. Man liest das Buch eher nicht von vorne nach hinten, die Gliederung verführt zum Stöbern und Nachschlagen.

Der Digitale Dialog dreht sich weniger um die neuesten Social-Media-Dienste und deren Anwendung sondern die Kommunikation mit dem Kunden auf Augenhöhe steht im Vordergrund. Das erfordert in großen wie kleinen Betrieben mancherlei Umdenken, ggf. auch die eine oder andere innerbetriebliche Richtlinie. Auch für die Ausarbeitung solcher Richtlinien oder Rahmenvereinbarungen, z. B. in Form eines „Social-Media-Service-Handbuches“ bietet das Buch nützliche Hilfen.

Ein überaus nützliches Handbuch für Fachleute und Einsteiger.

Digitaler Dialog. Professioneller Kundenkontakt mit Social Media, E-Mail und Mobile
marketing-BÖRSE GmbH, September 2012, 440 Seiten, 39,90 €

Buchrezension: Social Media und Location-Based Marketing

Samstag, Februar 23rd, 2013

Das Buch erschließt eine Brücke zwischen weltweiter Kommunikation und Werbepotenzialen im Internet zu kleinen Unternehmen wie Handwerksbetrieben, lokalem Einzelhandel und Restaurants, die ihre Kunden naturgemäß in ihrem lokalen Umfeld suchen. Tatsächlich stellt Social Media hier eine hervorragende Brücke dar, denn die angesprochenen kleinen Betriebe finden ihre Kunden überwiegend über Kundenempfehlungen und genau Empfehlungen wie *Gefällt mir* sind ein wesentliches Element von Facebook und vielen anderen Social-Media-Plattformen.

Während die Akzeptanz traditioneller Werbeformen immer weiter abnimmt, sind Originalität und Authentizität Schlüsselfaktoren für erfolgreiches Social-Media-Marketing und genau das können kleine Betriebe erfahrungsgemäß gut. Die Zunahme des mobilen Internet verstärkt diese Potenziale. Eine ständig wachsende Anzahl von Internetnutzern teilen Ihrem digitalen Umfeld über Facebook mit, wo Sie heute Abend hingehen, notiert bei Qype, wie Ihnen der Ort gefallen hat und/ oder checkt über Foursquare an verblüffenden Orten ein. Das passiert auch ohne, dass das Unternehmen/ der Ort selbst in Social Media aktiv ist aber für den Betreiber der Location ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, die Kommunikation und Werbewirkung mit geringem Aufwand ganz erheblich selbst zu verstärken.

Das Buch gibt zahlreiche gute Beispiele, wie ein kleines Unternehmen einsteigen kann und begleitet die Umsetzung. Die Umsetzung macht Arbeit und das sollte an keiner Stelle verschwiegen werden und manch ein Betrieb ist gut beraten, Schritt für Schritt die mögliche Wirkung auszutesten, damit auch die richtigen Kunden kommen.

Ein guter Ratgeber für KMUs, der auch die Risiken unbedachter Social-Media-Aktivitäten nicht verschweigt.

Social Media und Location-Based Marketing. Mit Google, Facebook, Foursquare, Groupon & Co. Lokal erfolgreich Werben
Ron Faber, Sönke Prestin
Carl Hanser Verlag, 24,90 €

Buchrezension: Web 2.0 aus Sicht der Wissenschaften

Dienstag, Februar 21st, 2012

Das Buch „Weblogs, Podcasting und Videojournalismus. Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potenzialen“ ist 2007 erschienen und geht auf eine Tagung in 2005 zurück aber an Aktualität hat es zwischenzeitlich nicht verloren.

Es ist Lektüre aus soziologischer Sicht, so gibt es Querverweise auf Habermas in Sachen „Strukturwandel der Öffentlichkeit“. Hier wird genauer differenziert als sonst zwischen Social Media im Interesse der Wirtschaft und denselben Technologien zur breiten Beteiligung von Bürgern am „öffentlichen Diskurs“. Dass viele Netzbürger das Netz für rein private Angelegenheiten/ Unterhaltung/ Kommunikation benutzen wird nicht übersehen. Von einer egalitären Öffentlichkeit der Schreiber und Leser ist die Rede.

Vielleicht ist das heutige Social-Media-Netz das, was schon Berthold Brecht sich 1932 von einer Weiterentwicklung des Radios erhofft hatte, nämlich dass Konsumenten zu Produzenten werden, „Das Radio als Ort des Gesprächs über – und als Ausgangspunkt für – eine Veränderung der wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge.“
Von „Weblogforschung“ ist die Rede. Die ersten 10 Treffer zu diesem Begriff bei google verweisen auf die Jahre 2005, 2006 und 2008, ein Teil dieser Treffer äußert sich auch noch kritisch zu entsprechenden Befragungen.

Lesens- und beachtenswert für alle die Social Media aus unterschiedlichen Perspektiven reflektieren wollen.

Vanessa Diemand, Michael Mangold, Peter Weibel (Hrsg.): Weblogs, Podcasting und Videojournalismus. Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potenzialen
2007 Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co KG, 226 Seiten, 18 €

Buchrezension: Social Media Marketing. Strategien für Twitter, Facebook & Co

Samstag, Februar 4th, 2012

Wer Twitter, Facebook und andere Social Media versiert nutzt, tut dies nicht unbedingt strategisch. Tatsächlich geht es in diesem Buch um Strategien, wie man Social Media für das einzelne Unternehmen nutzen kann, weniger um die einzelnen Icons, auf die man klicken muss, um sich anzumelden. So wendet sich das Buch an Anfänger und Profis gleichermaßen.
Zahlreiche Beispiele handeln von großen und größeren Unternehmen aber alle Beispiele sind gleichermaßen für kleine und Kleinstbetriebe weiterführend, nützlich und interessant.

Eine erstaunliche Vielzahl verschiedener Anwendungen wird in Bezug auf ihren möglichen Nutzen erläutert und ich habe beim Lesen eine Menge Ideen bekommen, wie ich vertraute Dienste effektiver nutzen könnte und für welche zusätzlichen Dienste ich problemlos Content bereitstellen könnte. Endlich habe ich den Unterschied und die Zusammenhänge zwischen einem Facebook-Nutzerprofil, einer Seite (die manche Leute noch Fanpage nennen) und einer Gruppe verstanden, vor allem die sinnvollen Kombinationsmöglichkeiten und gute Tipps für die Praxis.

Suchmaschinenmarketing bzw. Methoden des Linkbuilding ziehen sich durch das ganze Buch.

Die Dynamik der Blogosphäre wird deutlich, man lernt „Ratgeber-Communitys“ kennen, ebenso verschiedene Systeme des „Social Bookmarking“, „Social News“ sowie Portale für Multimedia-Content.

Ein fundierter Knigge für den Alltag mit Social Media und eine Einführung in die rechtlichen Aspekte runden das Thema ab.
Lesenswert, insbesondere im Zusammenhang von strategischen Vorgehensweisen.

Social Media Marketing. Strategien für Twitter, Facebook & Co
Tamar Weinberg, deutsche Bearbeitung von Corina Pahrmann
O-Reilly 2011, 29,90 €

PR im Social Web: Das Handbuch für Kommunikationsprofis

Mittwoch, Februar 1st, 2012

Social Media muss man MACHEN, um es zu verstehen. Aber nach der praktischen Erfahrung braucht es für professionelle PR eine Strategie. Dafür bietet dieses Handbuch Wissen und passende Werkzeuge. Das Buch ist für Social-Media-Einsteiger und für erfahrene Anwender gleichermaßen informativ und spannend.

Die Grundlagen zu „Medien und Gesellschaft im Wandel“ und die „Folgen für PR“ stellen Social Media in einen zeitgemäßen Rahmen.
Es gibt zahlreiche tolle Beispiele aus der Praxis. Ich habe jetzt mitbekommen, was es mit #Blumenkübel auf sich hatte.

Zahlreiche Fachbegriffe werden anschaulich erklärt. Einige kannte ich noch nicht. Ein Brouhaha ist eine Art Aufruhr, eine lebhafte Diskussion, die in der Regel genauso schnell wieder verschwindet, wie sie gekommen ist. Wenn dabei ein Unternehmen, eine Organisation oder eine Einzelperson (zu Recht oder Unrecht) ins Zentrum massiver Kritik gerät, handelt es sich um einen sog. Shitstorm und der verschwindet unter Umständen auch nicht wieder so einfach von alleine ;-)
Nützliche Leitlinien für die betriebliche Praxis.

Tolle Anregungen, wie man Social Media für die Vorbereitung von Events und Veranstaltungen nutzen kann und wie man umgekehrt mit Social Media für die Veranstaltung selbst eine größere Reichweite erzielt.
Viele weitere Themen wie Personalmarketing, Produkt-PR, Kundenservice, Rechtsfragen, u. a. werden detailliert, anschaulich und praxisnah dargestellt.

Klasse Fachbuch. Kann man von vorne nach hinten lesen oder auch quer.

Marie-Christine Schindler & Tapio Liller: PR im Social Web. Das Handbuch für Kommunikationsprofis. 362 Seiten. O’Reilly Verlag 2011, 29,90 €

Google Plus: Schneller als das Sommerloch

Donnerstag, Juli 21st, 2011

Google hat einen neuen Dienst, seit gut drei Wochen, ein neues soziales Netzwerk, das von Experten vom Start weg als ernstzunehmender Konkurrent für Facebook UND Twitter gilt. Auch die Zukunft von Blogs (Weblogs) steht für manche Leute schon in Frage, nach drei Wochen. Ich bin jetzt seit 8 Tagen Mitglied bei google plus (oder: google+) und aufgrund der Geschwindigkeit der Entwicklungen kann ich mir vorstellen, dass dieser Text hier in drei Tagen vollkommen veraltet ist. Ich schreibe jetzt keine Anleitung, wie man reinkommt, das machen andere, ich schreibe eine Momentaufnahme, Stand vom 21. Juli 2011 über meine Wahrnehmung der Entwicklungen bei http://plus.google.com

Nach zwei Wochen hatte google plus 10 Millionen Nutzer. Jemand wie ich (223 gepflegte Freundschaften in Facebook, 238 Follower bei Twitter, Mitglied der www.i-worker.de seit 1998) findet hier sofort Bekannte. Man trifft Internetprofis aller Art. Man braucht keine bestätigte „Freundschaft“ um jemandem zu folgen, man sortiert die Leute einfach in eigene „Kreise“ (englisch: circles) ein. Ich habe jetzt 65 Leute in meinen Kreisen, Dritte können sehen wer das ist, aber niemand weiß, wie meine Kreise heißen ;-) Umgekehrt haben mich 40 Personen (mehr …)

Neulich bei Jovan – zum Stand der Kreativwirtschaft in Berlin-Wedding

Sonntag, September 19th, 2010

Jovan Balov betreibt in der Biesenthaler Straße einen Projektausstellungs-Raum mit dem Schwerpunkt Balkankunst – das www.prima-center.net. In den letzten 6 Jahren hat er hier 100 Ausstellungen realisiert und über 250 KünstlerInnen aus der ganzen Welt vorgestellt. Ich habe bei ihm namhafte Kuratoren kennen gelernt und miterlebt, wie auch Botschafter zuweilen in die Galerie kommen, um die eine oder andere Ausstellung zu würdigen.

Jovan BalovJovan sagt, es ist Zeit, dass die zeitgenössische Kunstszene des Wedding nach außen in angemessenem Rahmen dargestellt wird – mit professioneller Koordination. Während sich zahlreiche Kulturmanager verschiedener Art darüber streiten, wer hier überhaupt die Deutungshoheit über lokale Kunst und Kultur besitzt, fehlt im Grunde die fachliche Diskussion, welche Qualität hier produzierte Kunst eigentlich hat. So ist die aktuelle Studie zum „Kreativraum Wedding“ eine Definition schuldig geblieben, (mehr …)

Grobprotokoll: Davos annual conference, Social Media Session

Sonntag, Januar 31st, 2010

Auf der jährlichen „Davos annual conference“ gibt es offenbar ebenso regelmäßig auch eine „Social Media Session“ die in diesem Jahr das Thema
Growing influence of social networks
hatte. Eine youtube-Dokumentation der 2-stündigen Konferenz steht unter
http://www.forumblog.org/blog/2010/01/davos-social-media-session.html

Ich gebe im Folgenden eine grobe Zusammenfassung dieser Sitzung, teilweise in Bruchstücken. (mehr …)

Buchrezension: Web 2.0 Konzepte, Anwendungen, Technologien

Dienstag, Januar 27th, 2009


Das Buch von Tom Alby zeigt sehr anschaulich die nicht-technischen Aspekte des Internet der zweiten Generation. Es geht um Nutzer, die wissen, wie man auf Webseiten navigiert (irgendwo muss ein Kontakt-Button sein und bei START kommt man zurück zur Hauptseite, jeder Browser hat einen Rückwärtspfeil, etc.). Viele Anwendungen, die wir heute ganz selbstverständlich nutzen haben zu Zeiten der New Economy keine Change gehabt, weil die Kosten für einen Internetzugang und die Bandbreite von des Internetzugangs die Mehrzahl der Anwender zu sparsamen Kurzzeitnutzern machte.

Zahlreiche Schlagworte werden plausibel im jeweiligen Kontext erklärt:

  • „unter einem viralen Effekt versteht man, wenn sich eine Information durch bestehende soziale Netzwerke verbreitet wie ein Virus“. Ach so, dann weiß ich endlich, was virales Marketing ist ;-)
  • Folksonomy ist ein Kunstwort aus Folks (engl. für Menschen, Leute) und Taxonomie. Eine Taxonomie ist eine Systematik der Begriffe, Kategorien, zum Beispiel in einem Webseiten-Verzeichnis wie dmoz.org – Fußball gehört in die Kategorie SPORT. Die Zuordnung von Inhalten in solchen Verzeichnissen ist nicht immer einfach und nachvollziehbar, so (mehr …)