21. Juli 2011
Google hat einen neuen Dienst, seit gut drei Wochen, ein neues soziales Netzwerk, das von Experten vom Start weg als ernstzunehmender Konkurrent für Facebook UND Twitter gilt. Auch die Zukunft von Blogs (Weblogs) steht für manche Leute schon in Frage, nach drei Wochen. Ich bin jetzt seit 8 Tagen Mitglied bei google plus (oder: google+) und aufgrund der Geschwindigkeit der Entwicklungen kann ich mir vorstellen, dass dieser Text hier in drei Tagen vollkommen veraltet ist. Ich schreibe jetzt keine Anleitung, wie man reinkommt, das machen andere, ich schreibe eine Momentaufnahme, Stand vom 21. Juli 2011 über meine Wahrnehmung der Entwicklungen bei http://plus.google.com
Nach zwei Wochen hatte google plus 10 Millionen Nutzer. Jemand wie ich (223 gepflegte Freundschaften in Facebook, 238 Follower bei Twitter, Mitglied der www.i-worker.de seit 1998) findet hier sofort Bekannte. Man trifft Internetprofis aller Art. Man braucht keine bestätigte „Freundschaft“ um jemandem zu folgen, man sortiert die Leute einfach in eigene „Kreise“ (englisch: circles) ein. Ich habe jetzt 65 Leute in meinen Kreisen, Dritte können sehen wer das ist, aber niemand weiß, wie meine Kreise heißen ;-) Umgekehrt haben mich 40 Personen Diesen Beitrag weiterlesen »
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15. Oktober 2010
Ich bin da eher zufällig hineingeraten: Ein Quartiersmanager hatte mit mir Kontakt aufgenommen wegen einem Projekt zu Internet und lokaler Ökonomie. Ich bekam das Projekt und dann habe ich das Umfeld meines Auftrages erkundet. Ich habe mit Selbständigen Kontakt
aufgenommen und mit lokalen EDV-/ Internetanbietern, mit dem lokalen Bürgerverein, mit dem Büro für Quartiersmanagement und bei der nächsten Wahl für den Quartiersrat habe ich selbst kandidiert. Das fing Anfang 2006 an. Nach zwei Jahren als Quartiersrätin habe ich dieses Gremium verlassen. Ich habe dann die Bürgerplattform Wedding/ Moabit mitbegründet und war für diese Methode der Bürgerbeteiligung auch zur Weiterbildung in Chicago (dank einem Stipendium der Checkpoint Charlie Stiftung). Der Bürgerverein hat mich vor 2,5 Jahren in den Vorstand gewählt und ich versuche auf meine Art und mit meinen Kenntnissen, zur Entwicklung dieses Vereins und des Stadtteils beizutragen. Ich habe eine gründliche Ader: Was ich in die Hand nehme, mache ich ernsthaft.
Als Soziologin gucke ich immer mal wieder über den Tellerrand und versuche zu orten, was wir hier überhaupt tun, welcher Art „System“ das ist, an dem wir mitwirken. Ich versuche auch, mit anderen Mitstreitern gemeinsame Ziele zu definieren. Aber das geht nicht so recht. Vielleicht setze ich Methoden ein, die aus einer anderen Branche/ anderen Welt kommen? Ich lerne immer mehr: Bürgerschaftliches Engagement ist speziell. Diesen Beitrag weiterlesen »
Schlagworte: Active citizenship, Bürgerbeteiligung, bürgerschaftliches Engagement, Bildungsbürgertum, Fördergelder, Kultur, Moderation, Wedding
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26. September 2010
Gestern war Party bei „Perfect Wedding“, dem
Herbstfestival der kürzlich eröffneten Uferstudios, ein Teil der Tanzfabrik Berlin. Ich kam zufällig ins Gespräch mit einem älteren Ehepaar, das die ganze Anlage offenbar überhaupt nicht kannte. Ich konnte ein paar Informationen geben, Tanzräume hier und dort, gerade
fertiggestellt, Nutzung durch Profis und für universitäre Ausbildung und ich kramte nach dem Flyer mit den – wenigen aber attraktiven – Kurs-Angeboten für die nicht-professionelle Nachbarschaft. Nein, sie wären keine Nachbarn, sie hätten Unterkunft im Hotel am Luisenbad und wären einfach spontan und neugierig hier mal reingekommen. Das Hotel ist in Sachen Service verbesserungswürdig, das wusste ich schon. Gestern habe ich weitergehend erfahren, dass die Betreiber aber durchaus selbstbewusst sind, angesichts der Möglichkeit, den Zimmerpreis der Nachfrage anzupassen. Dieses Wochenende ist Marathon in Berlin, die Stadt ist ausgebucht; das führte dieses Ehepaar – das häufig in Berlin ist und sonst in anderen Bezirken nächtigt – nun in den Wedding. Die Leute sind sehr angetan von dem Umfeld, in dem sie hier mehr zufällig angekommen sind. Sie sind mehrere Male in unterschiedlichen Richtungen spazieren gegangen. Sie sind überrascht, dass die Menschen hier alle sehr freundlich sind. Sie erwähnten in diesem Zusammenhang insbesondere die – zunehmend orientalische – Badstraße. Sie kommen aus Stuttgart. Sie überlegen in Berlin eine Wohnung zu mieten, weil sie Berlin sehr mögen. Sie sind oft hier, „so viel Kultur“.
Das Gespräch war so außergewöhnlich
Ich sagte Ihnen, dass sie hier zwischen zwei Quartieren mit Quartiersmanagement untergekommen sind. Sie wussten nicht, was das ist. Ich sprach von Nachbarschaften mit hoher Arbeitslosigkeit, hohem Migrantenanteil in der Bevölkerung, Verwahrlosung des öffentlichen Raumes. Ich sagte, dass solche Nachbarschaften von Journalisten gerne mit Ghettos und anderen gefährlichen Gegenden gleichgesetzt werden. Ich sagte, ich würde hier schon sehr lange leben und ich würde gerne hier leben. Ich würde mich freuen, wenn Ihnen diese Gegend gefällt, denn tatsächlich hätten wir hier neben allen Problemen – die wir auch haben, mit denen wir uns beschäftigen – auch Lebensqualität. Sie erzählten von der Diesen Beitrag weiterlesen »
Schlagworte: Fördergelder, Gentrifizierung, Kreativstandort, Kreativwirtschaft, Kulturwirtschaft, Moderation, Schwaben, Vernetzung, Wedding, Wirtschaftsförderung
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19. September 2010
Jovan Balov betreibt in der Biesenthaler Straße einen Projektausstellungs-Raum mit dem Schwerpunkt Balkankunst – das
www.prima-center.net. In den letzten 6 Jahren hat er hier 100 Ausstellungen realisiert und über 250 KünstlerInnen aus der ganzen Welt vorgestellt. Ich habe bei ihm namhafte Kuratoren kennen gelernt und miterlebt, wie auch Botschafter zuweilen in die Galerie kommen, um die eine oder andere Ausstellung zu würdigen.
Jovan sagt, es ist Zeit, dass die zeitgenössische Kunstszene des Wedding nach außen in angemessenem Rahmen dargestellt wird – mit professioneller Koordination. Während sich zahlreiche Kulturmanager verschiedener Art darüber streiten, wer hier überhaupt die Deutungshoheit über lokale Kunst und Kultur besitzt, fehlt im Grunde die fachliche Diskussion, welche Qualität hier produzierte Kunst eigentlich hat. So ist die aktuelle Studie zum „Kreativraum Wedding“ eine Definition schuldig geblieben, Diesen Beitrag weiterlesen »
Schlagworte: Bewertungssysteme, Kreativraum, Kreativwirtschaft, Kultur, Kunst, Rating-Systeme, Wedding
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31. August 2010
Geodaten sind tatsächlich eine – hochspannende – Welt für sich.
Die Einführung zum Buch gibt einen sehr guten Überblick, was man mit Karten im Netz überhaupt alles machen kann (von statischen Karten zu interaktiven), wo man eigene Geoinformationen ins Netz stellen kann (z. B. bei www.qype.com das Restaurant oder den Arzt um die Ecke bewerten oder bei www.bikemap.de die Radtour vom letzten Wochenende einzeichnen und beschreiben) und es geht um Quellen, Copyright und Werkzeuge dazu.
Erst das zweite Kapitel dreht sich um GoogleMaps: Grundlagen der Individualisierung von Karten mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Diesen Beitrag weiterlesen »
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29. August 2010
Ein Quartiersmanagementgebiet (kurz QM)
ist eine städtische Nachbarschaft mit sozialem Entwicklungsbedarf. Ein Büro für QM wird beauftragt bestehende Kräfte zu vernetzen, Projektgelder werden eingesetzt um sinnvolle Projekte durchzuführen. In Berlin-Mitte macht eine Bürgerjury hier Projektvorschläge und bewertet Projektideen. Die endgültige Entscheidung über die Realisierung von Projekten trifft am Ende das zuständige Fachamt (Jugendamt, Wirtschaftsamt, Kulturamt, etc. je nach Projektidee) der Bezirksverwaltung. In so einer städtischen Nachbarschaft mit beispielsweise 20.000 Einwohnern sind naturgemäß zahlreiche soziale und kulturelle Einrichtungen tätig: türkische, arabische und durchaus auch deutsche Kulturvereine, verschiedene Einrichtungen der Jugendhilfe, verschiedene Selbsthilfeorganisationen, Beratungsstellen, Moscheen u. v. m. Auch Kindergärten, Schulen und unterschiedliche Kirchengemeinden sind vor Ort und gehören zur sozial-kulturellen Nachbarschaft. Alle diese Einrichtungen benutzen E-Mail zur Zielgruppenansprache. Alle diese Einrichtungen benutzen Flyer für Werbe- und Informationszwecke. Keine solcher Einrichtungen verfügt über einen professionellen Werbetexter, einen professionellen Grafiker und professionelle Kenntnisse zur Entwicklung einer sicheren und effizienten Kommunikationsstrategie für das Internet.
In der Praxis wird rückständige Technik mit routiniertem Halbwissen bedient, zum Leidwesen eines (in der Regel) ehrenamtlichen EDV-Administrators. Diesen Beitrag weiterlesen »
Schlagworte: EDV, Fachamt, Fördergelder, Interessenbekundungsverfahren, IT, Quartiersrat
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25. Juni 2010
Ein Quartiersrat ist eine Bürgerjury, die z. B. in einem Quartiersmanagement-Gebiet Projektideen für den Stadtteil bewertet. (Vergleiche z. B. meinen Erfahrungsbericht )
Es begab sich zu der Zeit im Jahr 2009, dass so ein Quartiersrat für ein nicht-kommerzielles Straßenfest rund 10.000 Taler bewilligte (es darf keine Standgebühr genommen werden, Aussteller sind überwiegend soziale Einrichtungen). Das offizielle Steuerungsgremium befand das Projekt zwar grundsätzlich für sinnvoll jedoch zu teuer. 5.000 Taler mussten reichen. So kam es zu einem sogenannten Interessensbekundungsverfahren und alle Welt wurde eingeladen, kreative Angebote einzureichen. Das Auswahlverfahren war gar anspruchsvoll und schwierig, Diesen Beitrag weiterlesen »
Schlagworte: Interessenbekundungsverfahren, Quartiersrat, Steuerungsrunde, Straßenfest
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25. Juni 2010
“Konzeptskizzen” und “Planungsvarianten” sollten vorgestellt werden in den Räumen der Volkshochschule am 22. Juni. Der gesamte Leo ist ungefähr 80 Meter breit und ca. 800 Meter lang, das macht eine Fläche ungefähr so groß wie 6 Fußballfelder. Da stehen zwei Kirchen und ein Seniorenheim drauf, es gibt eine Kindertagesstätte und Spielplätze, eine Straße führt quer hindurch und die ganze Anlage soll jetzt mit Fördergeldern aus dem Programm Aktive Stadtzentren unter dem Motto „Geschichte trifft kulturelle Vielfalt“ entwickelt/ ausgebaut/ verschönert/ modernisiert werden. 
Ich hatte Sorge, dass man uns mit jeder Menge schöne Bildchen beeindrucken wird, die uns Bürger vergessen lassen, was wir wirklich wollen. Das war aber nicht der Fall. Im Gegenteil: Diesen Beitrag weiterlesen »
Schlagworte: Aktive Stadtteilzentren, Aktive Stadtzentren, Fördergelder, Konzeptskizzen, Planungsvarianten
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25. Juni 2010
Eberhard, wir kennen uns als Akteure von Bürgerbeteiligung im Wedding. Wie beschreibst Du Deine berufliche Identität?
Ich bezeichne mich neudeutsch als „Projektmanager“. Was mich interessiert ist immer der Schnittpunkt zwischen Kultur und Öffentlichkeit. Ich kümmere mich gerne um umgeliebte Kinder der Berliner Geschichte.
Kannst Du Beispiele geben?
Das waren zum Beispiel die Markierung des Mauerverlaufes, unterirdische Orte in Berlin, politische Denkmale der DDR.
Wie ist die Idee zum Leopoldplatz als Standort für die Fete de la Musique entstanden?
Der Runde Tisch Leopoldplatz hat mich angesprochen, weil eine kulturelle Belebung des Platzes von den Bürgern gewünscht war.
Warum war dieses Projekt interessant für ich?
Weil es ein Platz ist, der im Moment in einem sehr großen Spannungsfeld liegt, um zu zeigen, dass man mit diesem Platz auch positive kulturelle Signale senden kann. Das war für mich die Herausforderung.
Welche Erfahrungen hast Du bei der Vorbereitung gemacht?
Der Wedding birgt Unwägbarkeiten, die ich in anderen Stadträumen in dieser Form noch nicht erlebt habe.
Gibst Du ein Beispiel?
Ich möchte hier eigentlich nur abstrakt bleiben.
Die zweite Erfahrung ist: Diesen Beitrag weiterlesen »
Schlagworte: Fete de la Musique, Identifikationsort, Kultur, Spannungsfeld, Stadtraum
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18. April 2010
Es handelt sich um ein neues Kursangebot, das bei einer Berliner Senatsverwaltung in wenigen Tagen mehrfach ausgebucht war. Offenbar trifft das Konzept die Bedürfnisse erfahrener Büroarbeiter:
Viele Anwender, die seit Jahren Briefe, Protokolle, Berichte und andere Dokumente mit Microsoft Word erstellen und bearbeiten, möchten gerne souveräner mit dem Programm umgehen. Wie kann man störende „Hilfen“ ausschalten und welche bisher ungenutzten Symbolleisten und Befehle sind für die eigene Arbeit vielleicht nützlich?
Der Kurs beinhaltet an einem Tag die folgenden Themen: Diesen Beitrag weiterlesen »
Schlagworte: EDV-Schulung, MS Office, Schulung, Training, Word
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